|
Die Prozessorientierte Psychologie basiert auf der Tiefenpsychologie von C.G.Jung und integriert wesentliche Erkenntnisse der modernen Physik ebenso wie Grundlagen des Taoismus und Schamanismus. A. Mindell (früher Lehranalytiker am C.G.Jung-Institut) entwickelte die "Traumkörperarbeit", als er den klaren Zusammenhang zwischen Träumen und Körpersymptomen entdeckte: beide drücken denselben Prozess aus - in Form des Traums und Symptoms oder auch in Beziehungsproblemen oder Störungen mit oder in Gruppenzusammenhängen.
Neben oder hinter unserer gewohnten Ich-Identität, in unseren Träumen und Phantasien, in Hindernissen und Konflikten zeigt sich eine größere Kraft, die uns mit Themen konfrontiert, die uns oft fremd sind oder mit denen wir nichts zu tun haben möchte, die jedoch unsere Ich-Identität erweitern wollen und unsere Wandlung herausfordern. Und als Menschen werden wir uns immer verändern: Wandlung ist das einzig Beständige unseres Lebens.
Prozessarbeit erforscht diese Zusammenhänge, entwickelte verschiedene Vorgehensweisen und arbeitet auch in Bereichen, die in den meisten Psychotherapie-Richtungen nicht berücksichtigt werden, wie z.B. die Arbeit mit Menschen im Koma oder mit Minderheits- und Rassenkonflikten.
Wesentliche Grundhaltungen dabei sind Achtsamkeit und Respekt gegenüber jedem individuellen Prozess mit all seinen Seiten, gegenüber jedem einzelnen Menschen und jeder Rolle in einer Gruppe. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen über die verschiedenen Strömungen und deren Grenzen, und Freiheit zu erlangen bei der Auswahl, welche Strömung ich unterstützen und welchem Weg ich folgen möchte.
|